KITA am Englischen Garten GmbH
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5. 3. Spracherziehung und Kommunikation

Die Sprache ist ein wichtiges Kommunikationsmittel.
Mit Ihr können wir das Gedachte zum Ausdruck bringen, unsere Gefühle formulieren, die Dinge in der Welt beim Namen nennen, miteinander ein Gespräch führen.
Es ist individuell verschieden, wann Kinder anfangen zu sprechen.
Doch schon früh bedarf es der aktiven und sorgfältigen Pflege, indem wir Erwachsene ein gutes sprachliches Vorbild geben und dadurch das Kind in die Sprache hineinwachsen kann.

Wir können beobachten, wie das kleine Kind aus der Weltsprache „Lallen“ in die Sprache seiner Umgebung hinein wächst.
Es verfolgt die Mund- und Lippenbewebung vom sprechenden Gegenüber und erhält dadurch Anregung für die eigene Lautebildung.
Nur in einer sprechenden Umgebung lernen Kinder sprechen.
Dabei spielt das menschlich Beziehungsverhältnis bei diesem Lenrprozess eine zentrale Rolle.
Entsteht zwischen Kind und Erwachsenem ein sprachlich und seelisch warmes Verhältnis, entwickelt das Kind Freude daran sich mitzuteilen.
Fühlt ein Kind sich angenommen und geliebt, so ist dies der beste Nährboden für eine gute und differenzierte Sprechweise.

Die Sprachförderung in unserer Einrichtung in ihrer Umsetzung:

- Im Morgenkreis haben die Kinder Raum und Zeit von ihren Erlebnissen zu erzählen.
Sie werden als Gesprächspartner ernst genommen.
Dies vermitteln wir durch aktives Zuhören, Fragen und Rückfragen.

- Wir achten auf Augenkontakt, Mimik, Gestik und zugewandte Körperhaltung.
Das Schaffen einer angstfreien Atmosphäre, in der das Kind uneingeschränkte Wertschätzung erfährt, ist eine Grundvoraussetzung, damit das Kind unbeschwert und lustvoll sprechen kann.
Hat das Kind den Raum für freies Sprechen, ohne ständig sprachlich korrigiert zu werden, schafft dies unserer Meinung nach eine gute Basis für spätere Lesefreude und Lesefähigkeit.

- Bei den Finger- und Reigenspielen ahmen die Kinder die geführten Bewegungen der Erzieherin nach und vertiefen damit die Sprache.
Worte werden in Laute zerlegt, Reime und Gedichte werden vorgetragen und aufgesagt.

- Die Pädagoginnen achten auf eine klare, deutliche, liebevolle Sprache, die der Altersstufe angemessen ist. Die sogenannte Babysprache wird bei uns nicht zu hören sein.

- Besonders förderlich für die Wortschatzbildung sind Märchen, Puppenspiele und Rollenspiele.
Die Kinder erleben durch sie den Aufbau der Sprache und benutzen das Rollenspiel, um das Erlebte in ihrer eigenen Sprache wiederzugeben.

- „dialogic reading“ (Dialogorientierte Bilderbuch-Betrachtungen)

Kinder sprechen z.B. über ein Buch, ein Foto oder ein Bild.
Text und Inhalt ist vorerst Nebensache, wichtig ist, dass das Kind (oder die Kinder) zum Erzählenden der Handlung wird und nicht der Erwachsene.